Kategorie: Aktuelles

Die schöne neue Welt der 4K/5K-Monitore

Vor einiger Zeit hat sich mein alter 24-Zoll Monitor verabschiedet. Nun, das hat mich nicht so sehr getroffen, da ich schon seit längerem vor hatte mir einen größeren Bildschirm für meine Bildbearbeitung zuzulegen. Bisher hatte ich ausschließlich mit Dell Monitoren der Ultrasharp Serie gearbeitet und war, was die Farbtreue meiner Fotografien betraf, sehr zufrieden. Wenn ich größere Fotografien ausbelichten lassen musste, habe ich vorab einen Softprof (z.B. bietet Saal-Digital für Fotografen ICC Profile für einen Photoshop Prof zum Download an) gemacht, sodass das Bild auf dem Bildschirm identisch mit dem späteren Print war.

Leider hatte ich mit dem 24 Zoll andere kleinere Probleme. So sah ich aufgrund der Auflösung oft kleine Sensorflecken oder andere Störungen nicht. Richtig schwierig wurde es, als ich Fotos zum entwickeln schickte, die mit einer weißen Hintergrundwand gemacht wurden. Als die Bilder aus dem Labor wiederkamen, sah ich lauter graue Flecken auf der weißen Raumwand. Als ich die Fotografien vor den Monitor legte, sah ich die verschmutzen Stellen in Lightroom nicht. Erst als ich Kontraste veränderte, wurden sie leicht sichtbar. Ab diesem Zeitpunkt wusste ich, dass ich einen besseren Bildschirm brauche und am besten einen, den ich kalibrieren kann. Bisher war die Notwendigkeit nicht dagewesen, dass ich mich mit diesem Thema auseinandersetzen musste, doch mit steigenden Anforderungen an die Fotografie verändert sich das Qualitätsbewusstsein. Ich recherchierte, welche Bildschirme in Frage kommen würden und da ich mit der Marke Dell seit vielen Jahren sehr zufrieden bin, wollte ich auch dabei bleiben.

Ich fand einen 27-Zoll 4K-Monitor, der sich softwarekalibrieren ließ. Die Freude war groß, als er endlich eintraf. Doch die Ernüchterung folgte auf dem Fuß. Ich konnte ihn nicht anschließen und ich verstand es nicht. Mein PC ist ein halbes Jahr alt und der Monitor lässt sich nicht anschließen? Ich wollte ja auch selbst die Frau sein und habe den Monitor ohne Nachfrage an meinen hardwarebegeisterten Partner bestellt. Wie sollte es sein, kam natürlich der Spruch „hättest du mich mal gefragt, dann hätte ich dir sagen können, dass du an deiner Grafikkarte einen Minidisplay-Anschluß brauchst und den hast du nicht“.

Super, also brauchte ich doch seine Hilfe, weil er mir eine passende Grafikkarte bestellen musste, die auch von Lightroom unterstützt wird und für die Zukunft Anschlüsse für bis zu drei Monitoren hat (man weiß ja nie, wozu man das brauchen kann). Für die, die sich dafür interessieren, haben wir eine schmale (damit sie ins Gehäuse passt) EVGA GeForce GTX 950 Superclocked, 2048 MB GDDR5 gekauft und eingebaut.

Endlich konnte es losgehen und die Freude währte genau 10 Minuten. Das Bild war super scharf, die Farben einfach gigantisch, aber die Ernüchterung folgte, als ich das erste Mal Lightroom und Photoshop öffnete. In Photoshop waren die Menüs und die Schriften gefühlte 4-Punkt groß und nichts war zu erkennen. Ich recherchierte in den Foren, weil ich noch annahm, dass ich am Monitor eine falsche Einstellung hatte. Doch leider war dem nicht so. Stattdessen las ich vom Frust anderer, die ebenfalls mit den nicht einstellbaren Schriftgrößen in Photoshop zu kämpfen hatten. Nur die User, die die Cloud mit PS CC haben, die haben die Möglichkeit, sich die Menügrößen einzustellen. An dieser Stelle war mein Ärger auf Adobe riesig, schließlich hatte ich mir erst vor 1 ½ Jahren die komplette CS6 Suite gekauft (bzw. sie ist auch jetzt noch erhältlich) und bekomme kein Update dafür. Die Arroganz Adobes gegenüber seinen Kunden ist unermesslich.

Ich rief  Kollegen und einen Monitor-Experten an und von allen bekam ich dieselbe Auskunft: Ein 4K/5K Monitor ist für die Bildbearbeitung mit Photoshop und Lightroom nicht geeignet. Obwohl sich die Menüs in Lightroom anpassen (ab der 6er Version wurde es eingeführt, wer noch die 5er hat, hat das selbe Problem wie in PS), gab es hier ein anderes Problem: Die Geschwindigkeit der Anzeige von Bearbeitungen. Wenn ich mit der Maus z.B. Sensorflecken retuschiere, verzögert sich die Anzeige um einige Millisekunden. Das hat mich daran erinnert, als ich noch einen ganz alten PC mit nicht genügend Arbeitsspeicher hatte. Auch hier recherchierte ich und stellte fest, dass das ein typisches 4K/5K Monitorproblem ist. Das Arbeiten in Lightroom wird so zum Kampf und wenn ich mehrere hundert Bilder aus einem Fotoshooting bearbeiten muss, ist der Workflow eine gefühlte Katastrophe.

Es nutzte alles nichts, so schön wie der Monitor war, verpackte ich ihn fein säuberlich und schickte ihn zurück.

Nun war guter Rat teuer, was brauche ich für meine Bildbearbeitung, denn es sollte unbedingt ein 27-Zoll Monitor werden. Momentan habe ich eine Zwischenlösung. Ich habe mir zuerst meinen zukünftigen Zweitmonitor, einen 27-Zoll Dell Monitor Dell U2715H mit einer Auflösung von 2560×1440, zugelegt. Das Arbeiten in Photoshop und Lightroom läuft einwandfrei, die Menüs sind alle zu lesen bzw. in LR ist die Verzögerung verschwunden. Die Bildqualität ist ok, auch wenn ich mit dem typischen leichten Gelbstich, der den Ultra-HD Monitoren wohl eigen ist, trotz Softwarekalibrierung vorläufig leben muss.

Im Laufe des Jahres werde ich mir einen hardwarekallibrierten Monitor von Eizo zulegen, damit ich zukünftig keine Probleme mehr mit unsichtbaren grauen Flecken auf weißen Wänden und nichts sichtbaren Sensorflecken habe. Ein sehr teure, aber zukunftsorientierte Lösung, die sich sicherlich amortisieren wird.

Solltest du dir Gedanken darüber machen, einen neuen Bildschirm für deine Bildbearbeitung zuzulegen, dann hoffe ich, dir mit meinem Artikel weiter geholfen zu haben und du nicht auf die schöne neue Welt der 4K/5K-Monitore herein fallen wirst (auch wenn im Netz was anderes steht). Denn so wurde es mir von mehreren Seiten bestätigt und ich habe es selber erfahren müssen: Sie sind für die heutige Bildbearbeitung mit Photoshop und Lightroom nicht geeignet. Warten wir mal noch ein paar Jährchen ab, denn mal wieder bestätigt es sich, dass das Neuste nicht immer das Beste ist.

Kinderfotografie: Experimente im Chemielabor

Fotoshooting: Kinderfotografie im Chemielabor - Experimente mit Trockeneis

Anfang des Jahres erhielt ich den Auftrag für ein Kinderfotoshooting. Es sollten Fotos für eine Einladung zum Schulanfang entstehen. Für mich stellte sich die Frage, worauf haben die Kinder Lust und wie kann man das Thema kindgerecht umsetzten? Die Idee mit der Schultüte und dem Ranzen fand ich zu langweilig und eingefahren. Und dann kam mir die Idee, warum nicht etwas experimentelles, etwas was raucht, stinkt und krach macht? Dinge, von denen ich weiß, das ich Jungs mit viel Spaß und Kreativität abholen kann.
Meine Idee war eine Art Klassenzimmer nach dem Vorbild von Heinz Rühmanns Feuerzangenbowle. Was braucht man dazu? Eine alte Schulbank, einen Globus, eine große Kreidetafel, eine Wandkarte, ein altes Schulmikroskop… Dinge die ich im Haushalt, Freundeskreis und Ebay fand.
Schwieriger waren die Kolben und Gläser aus dem Chemielabor. Mithilfe einer örtlichen Apotheke und einem Labor bekam ich die Rundkolben, Erlenmeyerkolben, Meßzylinder und Bechergläser zusammen.
Am Ende fehlte noch der Rauch und ich entschied mich für Trockeneis (Kohlenstoffdioxid CO²). In Leipzig besteht die Möglichkeit, Trockeneis in kleinen Kilomengen zu kaufen und so fuhr ich am Tag des Fotoshootings mit einer Kühlbox dorthin. Wer ein Fotoshooting mit Trockeneis plant, muss bedenken, dass es nur wenige Stunden haltbar ist. Denn es muss bei mindestens −78,48 °C gelagert werden. In einem handelsüblichen Tiefkühlschrank mit -20 °C ist es nach wenigen Stunden verschwunden.
Und schon konnte es losgehen. Die farbigen Flüssigkeiten habe ich aus Ostereierfarben gemischt. Da Trockeneis starke Verbrennungen erzeugen kann, hatten die Kinder Handschuhe an und durften dabei helfen die Trockeneispellets in die Kolben zu füllen. Das war echt ein Gaudi, als es anfing zu nebeln und über die Kolbenränder lief.
Ein Fotoshooting der ganz besonderen Art. Die Jungs hatten wahnsinnig viel Spaß. Sie haben mit dem Mikroskop Zwiebelhäutchen und später Kekskrümmel untersucht.

Wenn du für deine Kinder und Familie ein besonderes Fotoshooting suchst, dann sprich mich an. Vieles ist möglich und ich liebe es, Dinge auszuprobieren und mit den Kindern einen tollen Tag zu verbringen….

Hier ein kleines Video, so sieht es aus, wenn Trockeneis sublimiert. Es blubbert und macht viel Rauch….

Einladung zum Mittsommernachts-Fotospaziergang

Einladung zum Mittsommernachts-Fotospaziergang

Die Abende im Juni sind die schönsten im Jahr. Das Licht ist unglaublich romantisch und ich liebe die langen lauen Sommernächte. Was gibt es schöneres, als zu dieser Jahreszeit in den Abendstunden fotografieren zu gehen? Aus diesem Grund findet mein Fotospaziergang im Juni erst am Abend statt.
Wer mag, bringt sein Makro mit (bzw. für Nikon habe ich eins zum üben da) und wir fotografieren zarte Blumen- und Insektenfotografie.

In diesem Jahr findet mein Mittsommernachtsspaziergang am Samstag dem 18.6.2016 um 18 Uhr statt. Treffpunkt ist wie gehabt der Parkplatz an der Schiffsmühle. Nach dem Spaziergang treffen wir uns zu einem kleinen Absacker im Biergarten der Schiffsmühle. In einer kleinen Gruppe mit Gleichgesinnten hast du die Chance, mir alle Fragen zu stellen, die dir auf der Seele brennen.

Sei dabei, wenn die Junisonne nach einem langen Tag hinter der Mulde versinkt.

Hier geht es zur Anmeldung…

Smartphone Fotospaziergang mit vielen Tipps & Tricks für besser

Smartphone Fotospaziergang mit vielen Tipps & Tricks für bessere Fotos

Wusstest du schon, das ich Smartphone-Fotospaziergänge (max. 5 Personen, 25,- € p.P.) anbiete? Gerne auch für Jugendliche ab 12 Jahren, die ein eigenes Smartphone besitzen und gerne damit fotografieren.
Letztens war ich mit fünf coolen Mädchen an der Mulde unterwegs und wir hatten richtig viel Spaß zusammen.
Du kannst meinen Kurs als Gutschein zur Kommunion oder Geburtstag verschenken. In meinen Smartphonekursen gehe ich nicht nur auf die Fotografie und Bearbeitung mit Apps sein, sondern kläre auch gerne über Risiken über die Veröffentlichung von Fotos in den sozialen Netzen auf.
Melde dich einfach bei mir, wenn du einen Smartphonekurs für dich, deine Familie oder Kinder buchen möchtest. Gerne auch unter der Woche, am Wochenende und an einem Ort der Wahl.
Ich freue mich auf dich!

 

Kreativität – Das Kind der Freiheit

Kreativität - Das Kind der Freiheit

„widewidewitt ich mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt“.

am 1. Juni 2016, am internationalen Kindertag, musste ich an Pipi Langstrumpf denken, an ihre unkonventionelle, freche Art, die Welt zu betrachten. Wie frei, offen und ohne Vorurteile wäre doch die Welt, wenn wir Erwachsenen unsere kindliche Neugier und ungezwungene Kreativität im Laufe des Erwachsenenwerdens nicht verlieren würden.
Gerade für mich als Künstlerin, ist die Kreativität der Ursprung von alledem, was mich ausmacht. Ich versuche mich weiter zu entwickeln und das geht nicht ohne Kreativität. Ich habe versucht, dem Wesen der Kreativität auf den Grund zu gehen, herauszufinden, was mir daran manchmal so schwer fällt, mich im gleichen Augenblick aber wieder leicht und freudvoll werden lässt. Ich weiß immer noch nicht so richtig, wonach ich eigentlich genau gesucht habe, aber nach dem Lesen sämtlicher Literatur war ich irgendwie ernüchtert.

Das gerade erst neu erschienene Sonder-Magazin vom Spiegel „Kreativität“ war das berühmte Tüpfelchen auf dem „i“. In dem ganzen Heft ging es leider nur oberflächlich und ansatzweise um das Thema Kreativität, nämlich als einem Motor, der dazu dient, das neue Produkte entwickelt werden, die sich noch dann noch besser verkaufen sollen. Die Kreativität wird dazu missbraucht, um noch mehr zu verdienen, um noch mehr Gewinne zu erzielen.

Ich nehme mich hiervon, wenn ich ehrlich bin, nicht aus. Wann war ich eigentlich das letzte Mal kreativ, ohne abschließend eine Absicht im monetären Sinne zu verfolgen. Nur einfach so, um ein tolles Gefühl, welches Kreativität erzeugen kann, zu erleben. Einfach um ihrer Selbst willen. In meiner Kindheit? Ich kann mich nicht erinnern.

Aber ich weiß genau, wann ich anfing, Kreativität bewusst zu nutzen, um etwas zu erreichen. Da ging es im Studium um meine Diplomarbeit, spätere dann um kreative Bewerbungen in meinem Job als Produktmanagerin, als ich mir tagelang in meinem Büro die kreativsten Projekte ausgedacht habe. Immer werde ich unwahrscheinlich kreativ, wenn ich mir Arbeit ersparen will, wenn ich etwas schneller erreichen möchte. Seit fünf Jahren bin ich nun selbstständig und ich muss mich ständig neu erfinden. Immer der Zeit voraus, immer wieder der Versuch, vorhandene Dinge neu zu denken. Denn letztendlich, das weiß jeder von uns, gibt es nichts, was es nicht schon gibt. Die Frage ist, wie man es besser und anders machen kann.

Fotoreise - Fotografieworkshop - Rügen, eine WinterreiseSinnli

Ich habe an mir persönlich festgestellt, dass ich viel kreativer bin, wenn mich eine andere Person fragt, frei nach dem Motto „Jana, ich habe eine Idee, was meinst du dazu?“ Dann sprudle ich über, bin eine wahrhaftige Ideenmaschine.

Aber warum ist das so, warum fällt es mir für andere viel leichter, kreativ zu sein? Ich denke, es ist eigentlich ganz einfach. Nämlich weil ich dann vorbehaltlos, spontan und uneigennützig an die Sache gehe. Ich muss mit den Ideen nichts erzielen, ich bin frei in meinem Denken. Und nicht nur das, Kreativität lebt von der Seele. In allen Artikeln, die ich bisher gelesen habe, geht es in der Kreativität um Dinge, die materiell umgesetzt werden sollen. Aber das Essentielle, das, was die Kreativität so einzigartig und universell macht, das bleibt auf der Strecke. Das derjenige, der die Kreativität in sich spürt und sie dann nach außen umsetzt, von seiner Seele genährt wird. Die Kreativität sollte die liebevolle Hinwendung zu etwas sein. Kreativität ist ein Kind der Freiheit, des freien Fließen, das uns mit Energie auflädt und uns nährt.

Kreativität - Das Kind der Freiheit

Das habe ich begriffen, als ich einen Kurs zur intuitiven Malerei besucht habe. Egal, wie wir uns ausdrücken, ob mit der Kamera, mit Hammer und Meißel, mit dem Pinsel oder Bleistift – genährt werden wir von unserer Seele. So stand ich vor einem leeren Blatt Papier und habe angefangen, mit meiner linken ungebräuchlichen Hand Linien zu ziehen. Die rechte Hand lag still auf meinem Herzen. Während ich malte und viel Zeit mit mir selber hatte, fühlte ich tief in mich hinein. Auf einmal wurden mir Wege klar und deutlich, für die ich in letzter Zeit das Gefühl verloren hatte. Ich war unglaublich kreativ gewesen, mir Dinge zu überlegen, die ich beruflich machen könnte. Aber ich habe mich dabei zu sehr von anderen Dingen und Konventionen leiten lassen, als von denen, die meine Seele berühren. Ich spürte schon, dass sie sich nicht richtig anfühlten, aber ich war doch so kreativ gewesen, dass ich sie nicht loslassen wollte. Denn diese Kreativität hat mich viel Kraft, Zeit und Arbeit gekostet. Doch genau das sollte sie nicht. Kreativität darf nicht mühevoll und schwer sein. Sie muss von der Seele getragen werden. Das Mal-Wochenende hat mir sehr viel gezeigt und ich bin dankbar, dass ich wieder ein Stück zu mir gefunden habe und Dinge losgelassen habe, die mich nicht nähren. Gleichzeitig war es ungemein befreiend für mich, einmal wieder frei mit Farben zu malen, ohne dass es schöne Bilder werden mussten. Farbe an den Händen zu spüren und damit über das Papier zu streichen. Einfach nur fühlen ohne dabei zu denken. Es war unglaublich, was dieser einfache Prozess in mir ausgelöst hat.

Und das ist das, was ich dir heute weiter geben möchte. Nimm einfach einmal wieder ein paar Farben in die Hand, ein Blatt Papier und male wild drauf los. Ohne die Absicht, besonders kreativ sein zu müssen und ohne den Gedanken im Kopf „Ich kann doch gar nicht malen“. Es geht nicht darum, schön zu malen und der nächste van Gogh zu werden. Nein, lass los. Nimm dir die Zeit und lass die Gedanken fließen. Du wirst dann merken, wie wunderbar sich dieser Prozess auf deine Fotografie auswirkt und welche kreativen Ideen du entwickeln wirst, die deine Seele berühren. Das Bild dient als Tor zur Seele.

In diesem Sinn wünsche ich dir eine wunderbare Woche.

Behind the Scene: Kinderfotografien mit Lightroom und DeNoise Bilder perfekt entrauschen

Familienfotografie Kinderfotografie by Jana Mänz, Grimma

Kinderfotografie ist seit der Geburt meines Sohnes eines meiner Lieblings-Genre in der Fotografie. Einmal im Jahr organisiere ich deshalb ein Kinderfotoshooting nach einem frei gewählten Thema. So sind in den letzten drei Jahren wunderbare Kinderfotos in der Natur entstanden.
In diesem Jahr habe ich mich an ein neues Thema herangewagt. Ein Teil des Fotoshooting entstand in einer großen, liebevoll eingerichteten Landhausküche zum Thema „Gesundes und ungesundes Frühstück“. Ein Traum für mich und meine Familie, soviel Platz und Licht, sodass ich mit meiner Hündin Stella, die farblich mit der Küche harmonierte, am liebsten eingezogen wäre.

Natürliche Hundefotografie in der Landschaft
Für meine Kamera allerdings waren die Lichtverhältnisse leider doch nicht ganz optimal. So musste ich als Fotografin abwägen, wie ich das Fotoshooting mit dem vorhandenen Tageslicht und künstlichem Licht gestalte. Aus Gestaltungs- und Postprocessing-Gründen entschied ich mich gegen zusätzliche Tageslichtlampen. Ich hätte im Raum mehrere Lampenstative aufstellen müssen und der Retuscheaufwand wäre immens gewesen, wenn nicht sogar unmöglich. Da Blitzen nicht meinem Geschmack entspricht (mal davon abgesehen, dass der zusätzliche Blitz die Kamera noch schwerer gemacht hätte), war auch dies keine Option für ein freies Kinderfotoshooting, bei dem es zudem sehr sehr schnell zugehen kann.
Familienfotografie Kinderfotografie by Jana Mänz, Grimma
Also blieb nur noch eine Variante: Die Iso zu erhöhen.
Wie immer habe ich mit meinen lichtstärksten 50mm 1.4 und 24-70mm 2.8 Objektiven fotografiert. Um viel Licht zu haben – gerade mit dem 50er Objektiv – habe ich überwiegend eine geöffnete Blende verwendet. Doch auch das reichte nicht, um mit meinen sonst üblichen 100-400er Iso Werten zu arbeiten. Ich musste in der Küche bis Iso 2500 gehen, um verwacklungsfreie Belichtungszeiten zu erhalten. Ein Spagat, der nicht einfach ist, da mit höheren Iso-Werten auch der Autofokus langsamer wird.
Mit meiner letzten Kamera, der Nikon D700, hätte ich diese hohen Iso-Werte niemals verwenden können, da das Bildrauschen nicht retuschierbar gewesen wäre. Mit der neuen D750 konnte ich soweit gehen, allerdings hatte ich leichte Bauchschmerzen dabei. Höher hätte ich nicht gehen können und das Postprozessing war nicht einfach. Ich merkte in der Lightroom-Nachbearbeitung, dass meine bisherigen Einstellungen zur „Rauschreduzierung“ in Kombination mit „Schärfen“ nicht den erwünschten Erfolg brachten.
Familienfotografie Kinderfotografie by Jana Mänz, Grimma
So tauchte ich noch einmal tiefer in die Thematik ein und stellte fest, dass ich in meinen Lightroom-Voreinstellungen ein wichtiges Häkchen vergessen hatte. Unter dem Menüpunkt „Vorgaben“ gibt es die Funktion „Standardeinstellungen an den Iso-Wert der Kamera ausrichten“. Ist dieser aktiviert, dann stellt sich die Rauschreduzierung schon beim Hochladen der Bilder automatisch ein (das heißt aber nicht, dass damit das Optimum der Entrauschung erfolgt ist).
Da ich zu diesem Zeitpunkt besagtes Häkchen nicht aktiviert hatte, musste ich die Rauschreduzierung manuell anpassen. Ich musste lange probieren, um die richtige Kombination mit der Schärfe zu finden (je weiter man das Rauschen reduziert, um so mehr verliert das Bild an Schärfe und kann bei Übertreibung auch sehr matschig werden). Wichtig ist, das Bild dabei mindestens auf 100% oder höher zu betrachten. Doch so gut Lightroom das Rauschen bei Bildern bis Iso 800 entfernt, bei Iso 2500 kommt es auch an seine Grenzen.
Familienfotografie Kinderfotografie by Jana Mänz, Grimma
Von meiner Bildagentur erhielt ich den Tipp, mit Topaz DeNoise weiter zuarbeiten, nachdem ich mit „DENOISE projects professional“ keine brauchbaren Ergebnisse erzielt habe. Topas DeNoise bewirbt zwar die Software mit einer Schnittstelle zu Lightroom, doch diese ist nicht wirklich komfortabel und kompatibel mit meinem Workflow. So habe ich alle Bilder mit DeNoise als Plugin in Photoshop entrauscht. Das tolle an dieser Software ist, dass sie die Exif-Daten des Bildes ausliest und Entrauschungs-Presets für verschiedene Kameraprofile anbietet. So konnte ich meine Fotografien mit einem Nikon D750-Preset automatisch mit einer eigens angelegten Photoshop-Aktion entrauschen. Dabei habe ich die Funktion aus Lightroom mit dem DeNoise Preset in Photoshop kombiniert. Das Entrauschen von Lightroom war nicht gut genug und die DeNoise-Variante alleine entsprach ebenso nicht meinen Vorstellungen. Erst die Kombination aus beiden war erfolgreich.
Falls du zukünftig auch einmal in die Verlegenheit kommst, mit hohen Iso-Werten arbeiten zu müssen, hoffe ich, dir einen Lösungsweg zur Reduzierung gezeigt zu haben.
Entrauschen mit Lightroom und DeNoise

Iso-Praxistipp:

Vergiss bitte nicht, an deiner Kamera die Funktion „Iso-Automatik“ zu deaktivieren, sodass bei ungünstigen Lichtverhältnissen die Kamera nicht auf zu hohe Iso-Werte umschwenkt. Stelle die Iso lieber per Hand ein.
Oft werde ich auf meinen Fotospaziergängen gefragt, nach welchen Kriterien man die Iso einstellen muss. Hast du sehr schönes Wetter, viel Licht, einen blauen Bilderbuchhimmel, dann reichen 50-200 Iso. Ist es dagegen sehr trübe, dichte Wolken oder du bist in Innenräumen mit wenig oder künstlichem Licht, dann gehe auf ca 400-800 Iso. Die Iso musst du immer dann höher einstellen, wenn bei deiner gewählten Blende die Belichtungszeit so lang werden würde, dass du nicht mehr freihändig fotografieren kannst ohne zu verwackeln (Faustregel: Die Belichtungszeit sollte kürzer als ein 1/80s oder 1/100s sein). Arbeite lieber mit einem Stativ, wenn du die Iso niedrig halten möchtest. Teste deine Kamera darauf, ab welchem Iso-Wert das Rauschen für dich unerträglich wird. Das ist bei jeder Kamera anders. Mache am besten eine Iso-Testreihe von der niedrigsten bis zur höchsten Iso und werte die Bilder anschließend bei 100% Zoom an deinem Bildschirm aus. Dann weißt du in Zukunft, wie weit du gehen kannst … .

Frisch aus der Druckerei: Monatsplaner 2017

Monatskalender 2017 mit Fotoübungen - Sinnliche Naturfotografie

Heute sind meine Kalender für 2017 aus der Druckerei gekommen. In diesem Jahr habe ich ein anderes Papier gewählt, sodass die Farben matt und beruhigend wirken. Ein ganz schlichter, feiner Monatsplaner für 2017, mit Zwischenseiten für deine Notizen. Im zweiten Teil des Kalenders kannst du meinen Artikel „Sinnliche Naturfotografie – Rügen eine Winterreise“ nachlesen. Natürlich sind diese Seiten mit den schönsten Rügen-Fotos illustriert.

Mein Rügen-Planer 2017, für alle die die Ostsee und Rügen lieben und gerne in der Natur fotografieren. Fotoübungen sind natürlich auch enthalten.

Der Kalender ist komplett von mir gestaltet und ich habe eine kleine Auflage mit umweltschonenden Papier drucken lassen.

Jetzt warte ich noch auf die Versandmaterialien. Solange ist mein Monatsplaner noch für 11,00 Euro statt 14,90 Euro (inkl. 19% Mwst) erhältlich.
Gib einfach den Gutscheincode: „alles wird gut! 2017“

Heute mache ich Buchhaltung…

Ich sage ja gerne, das ich Künstlerin bin. Das klingt so wie „ich bin Blond und kann das nicht“ nur viel charmanter. Obwohl ich in vielen Dingen fit bin – WordPress, Photoshop oder Excel  – stehe ich mit allem, was mit meiner Buchhaltung, dem Steuerberater und Finanzamt zusammenhängt, auf Kriegsfuß. Ich werde das in diesem Leben nicht mehr verstehen und daher bin ich um jede Hilfe froh. Aus diesem Grund habe ich auch einen Steuerberater und mache es nicht selbst. Leider komme ich aber um meine Buchhaltung nicht drumherum, wer soll sie machen außer ich selbst?

Bis 2014 habe ich mich auch ganz old school mit vielen analogen Ordnern und Ablagen herumgequält und mich einmal im Jahr für eine Woche eingeschlossen und alles sortiert und für den Steuerberater abgeheftet. Das ging damals noch so, da ich freiberufliche Künstlerin keine Umsatzsteuer abführen musste. Doch seit diesem Jahr sind diese bequemen Zeiten leider vorbei und ich muss monatlich meine Umsatzsteuervoranmeldung machen. Ein Horror, der regelmäßig wieder kommt – wer selbstständig ist, weiß was ich meine :-)

Ein Vorteil hatte aber diese Umstellung: Ich musste mich nach 5 Jahren Selbstständigkeit noch einmal gründlich mit dem Thema auseinandersetzen und überlegen, wie ich einen für mich angenehmen und einfachen Workflow finden kann.

Kontoführung und Überweisungen mit Starmoney

Schon Anfang letzten Jahres 2014 hatte ich angefangen, meine Konten und Überweisungen über Starmoney zu verwalten. Das war schon einmal ein riesiger Fortschritt, da nun meine Kontodaten nicht, wie beim Onlinebanking direkt, nach drei Monaten gelöscht werden und ich nicht auf papierene Kontoauszüge zurückgreifen muss, wenn ich was suche. Und ich musste mich nicht mehr über einen Browser einwählen, sondern kann nun ganz bequem und ohne Zeitdruck mit mobilen Tans überweisen.

Erst diese Woche hatte ich ein Gespräch mit meinem GLS-Bankberater, weil mir ältere Daten aus 2014 fehlten.  Für eine Steuererklärung hätte ich sie digital gebraucht. So fragte ich mich, warum diese bei den Banken nicht langfristig gespeichert werden, wo doch sonst alles gespeichert wird in diesem Land und woanders… Eine erklärende Antwort habe ich nicht erhalten, außer das es nach wie vor nicht geht. Umso wichtiger, dass ich seit letztem Jahr eine digitale Speicherlösung für meine Kontoumsätze habe.

Geschäftskonto bei einer fairen Bank

Wichtig war für mich am Anfang meiner Selbstständigkeit, wo ich als Künstlerin mein Geschäftskonto haben möchte. Mir war eine faire Bank, die sich nicht wie meine vorherige an Lebensmittelspekulationen und anderen dubiosen Finanzgeschäften auf der Welt beteiligt, sehr wichtig, sodass ich mich für die GLS-Bank entschieden habe. Bisher habe ich die Entscheidung nicht bereut, zu einer Bank gegangen zu sein, die leider keine Filiale bei mir vor Ort hat. Dafür waren die Mitarbeiter sehr behilflich, als es darum ging, in meinen Shop eine Bezahl-Lösung für Kreditkarte und Bankeinzug (Sepa) einzubinden und direkt mit dem Bankdienstleister Paymill eine Lösung auszuhandeln. Das Aushandeln hat zwar schlappe drei Monate gedauert, aber am Ende ging es, wenn auch Sepa leider nur für deutsche Kunden…

Einfache Buchhaltung für Künstler

Doch leider ist ein bequemes Onlinebanking mit Starmoney nur die halbe Miete. In Starmoney konnte ich  keine saubere Buchhaltung machen (bzw. so richtig kann ich mich mit der starren Software nicht anfreunden), sodass ich eine andere Lösung brauchte. So kam ich über eine Empfehlung zu Debitoor. Eine Buchhaltungssoftware, die extra für Kleinunternehmer, Selbstständige Künstler gedacht ist. Die Einarbeitung war nicht ganz einfach und mit vielen Hürden behaftet. Heute habe ich einen funktionierenden Workflow, den ich gerne meinen selbstständigen Kollegen und Lesern weitergeben möchte, weil er richtig effizient ist.

PS: Auch wenn das so klingt, nein ich werde nicht von Debitoor für meinen Artikel bezahlt. Ich schreibe diesen Artikel, weil es mich wirklich überzeugt hat und ich anderen Künstlern einen einfachen Buchführungsweg zeigen möchte.

Die Cloud-basierte Software kann nämlich nicht nur Rechnung schreiben, verwalten, mahnen usw. sondern ist gleichzeitig mit den Bankkonten, Kreditkarten und Paypal (über Figo) verbunden.  In der Software kann ich die bezahlte Bestellung mit der Rechnung versehen bzw. eingegangene Rechnungen, die ich bezahlt habe, verbuchen. Er verrechnet gleichzeitig Bankgebühren und Umsatzsteuer. Der Nachteil: Ich mache das alles online und der Upload von Dokumenten z.B. abfotografierte Rechnungen führt manchmal zur Serverproblemen. Auch kann ich leider nicht direkt aus der Software heraus, Rechnungen überweisen, sodass ich hier wieder Starmoney oder meine direkte Bank-App verwenden muss.

Hinweis: Die Einbindung von Paypal in Figo ist noch sehr kompliziert. Du brauchst dafür eine API Verbindung, die du bekommst, wenn du dein Paypal als Geschäftskonto einrichtest. Die Daten findest du unter „Mein Profil“ (oben rechts) -> Profil & Einstellungen -> Verkäufer & Händler -> API Zugriff -> API Signatur anzeigen. Hier findest du deinen Benutzername, Passwort und Unterschrift. Alle drei sehr langen Codes musst du bei Figo eintragen, achte darauf, dass bei Figo das Passwort und die Unterschrift in der Reihenfolge vertauscht sind und es dann zu Fehlermeldungen kommt, die der Support nicht lösen kann :-)

WordPress-Kundenbestellungen und Buchführung

Das alleine ist schon richtig genial. Aber es kommt noch besser. Ich habe auf meiner Webseite einen kleinen Onlineshop, den ich mit Woocommerce und dem deutschen Zusatzplugin Marketpress aufgesetzt habe.

Die Frage war: Wie bekomme ich automatisch meine Online-Bestellungen nach Debitoor? Diese sehr wichtige Frage führte mich über Umwege und viele viele Stunden Arbeit und Ärgernissen  (Debitoor empfiehlt IEX, aber der Support ist sehr schlecht) zu einem kleinen Unternehmen nach Wiesbaden, mit einem sehr netten Support (auf meinen Hinweis hin, wird das Plugin weiterentwickelt :-) ).

Mit dem WordPress Plugin WooRechnung wird nicht nur eine Rechnung als PDF erstellt und automatisch an die Email des Kunden verschickt, sondern die ganze Transaktion zeitgleich nach Debitoor übertragen. Dort muss ich nur noch händisch die Rechnung mit der Bezahlung in einem der Konten (z.B. wenn der Kunde mit Paypal bezahlt) verknüpfen und fertig ist die Buchhaltung.
Meinen Steuerberater kann ich ganz unkompliziert einbinden und wenn ich Hilfe brauche, darf ich Kollegen und Partner zum bearbeiten anmelden. So darf mir mein Mann mit meiner Buchführung helfen, schlau nicht?

Die EU-Mehrwertsteuer für digitale Produkte

Mit diesem neuen Workflow musste ich auch noch mal Verbesserungen an meinem Shop vornehmen. Da ich mittlerweile auch international meine eBooks und Presets verkaufe, brauchte ich zusätzlich ein Plugin für die EU-Regelung zur Mehrwertsteuer. Das betrifft vor allem digitale Produkte wie meine E-Books. WooCommerce EU-Mehrwertsteuer schaltet sich nämlich bei Verkäufen von digitalen (herunterladbaren) Produkten ins EU-Ausland in den Bestellvorgang ein. Es berechnet die in den Endpreisen für Verbraucher enthaltene Mehrwertsteuer dynamisch neu, sobald eine Rechnungsadresse angegeben wird, und weist die enthaltene Mehrwertsteuer anschließend nach dem Steuersatz des Empfängerlandes aus. Aber auch hier musste ich manuell nacharbeiten.

Woocommerce liefert zwar fertige Steuersätze für digitale Produkte mit, aber nicht für Standardprodukte wie meine Schulungen. So musste ich tatsächlich die Steuersätze für die EU händisch eintragen, glücklicherweise gibt es Tabellen von der EU, wo man die MwSt der jeweiligen Länder nachlesen kann.

Seitdem möchte ich in Luxemburg mit 17% MwSt wohnen, zumal eine Flasche Wein hier nur mit 13% MwSt besteuert wird.  Ungarn hat stattdessen mit 27% MwSt den Spitzensteuersatz und ist zusammen mit einem gewissen Victor Orban nicht besonders attraktiv für Europa.

Auch wenn ich wieder dazu gelernt habe, finde ich es nicht kundenfreundlich, dass die Steuersätze manuell eingetragen werden müssen. Denn das darf ich nicht vergessen, natürlich ist das ganze nicht kostenlos und da sollte der Service stimmen.

Was kostet der Spaß?

  • Debitoor 12,- € im Monat
  • WooRechnung 5,- € im Monat
  • Plugin Woocommerce EU-Mwst ca 6,- € im Monat
  • Plugin Woocommerce ca 8,- € im Monat
  • Plugin Landingpages ca 7,- € im Monat
  • Mailchimp Newsletter ca 15,- € im Monat

Das sind ca 50 Eur Kosten im Monat zum reinen technischen Unterhalt der WordPress-Webseite und der angeschlossenen Buchhaltung und Kundenkommunikation (ohne Kosten Provider, Internetanschuß, Steuerberater etc.). Ein Betrag, den ich gerne zahle, wenn es mir viel viel Arbeit abnimmt und für meine Kunden und Leser vorteilhaft ist.

Ganz funkelnagelneu ist mein Chat-Support von Livezilla. Seit ein paar Tagen ist dieser unten rechts auf meiner Webseite online. Die Frage die sich für mich stellt ist, ob er von meinen Lesern zukünftig angenommen wird.  Ich bin gespannt, was die Zeit bringen wird…

Fazit

Dieser Artikel ist ganz schön lang geworden. Wenn du jetzt bis zum Ende gelesen hast, Glückwunsch. Wenn du nicht alles verstanden hast, dann ist das normal. Diese Erfahrungen habe ich die letzten 3 Jahre gesammelt. Ich musste mir den Workflow Schritt für Schritt aufbauen. Hätte ich alle Funktionen, Dienstleister und Abläufe innerhalb eines Jahres machen müssen, wäre ich grandios gescheitert. Manche Monate, z.B. die Geschichte mit meiner Hausbank und Paymill, haben mich schier zur Verzweiflung gebracht, weil nichts ging und mir auch die Hände gebunden waren. Hier brauchte ich viel Geduld und Spucke und eine große Portion Beharrlichkeit. Mal eben so einen Webshop und eine funktionierende digitale Buchhaltung aufbauen ist kein Zuckerschlecken. Ich musste sehr viel telefonieren, um Abläufe zu verstehen und Hilfe konkret anzufragen. Wäre ich technisch mit WordPress und Co nicht so sehr versiert, hätte mich die technische Realisierung viele Euro gekostet. So hat mich die Realisierung nur viel Zeit gekostet.

Wenn du von meinen Erfahrungen profitieren möchtest, dann ruf mich einfach an. Ich helfe gerne mit meinen persönlichen Schulungen weiter…

Vorbestellbar: Monatskalender 2017

Der Monatskalender 2017 widmet sich dem Thema Sinnliche Naturfotografie an der Ostsee. Er enthält wunderschöne Natur- und Landschaftsfotografieaufnahmen von meiner Lieblingsinsel Rügen. Als Schmankerl veröffentliche ich im 2. Teil des Kalenders meinen Artikel "Sinnliche Landschaftsfotografie - Rügen eine Winterreise". Der A5 Fotografie-Monatsplaner ist Kalender, Planer und Notizbuch in einem. Er ist ideal für unterwegs, er passt in jede Handtasche oder Fototasche. Er enthält praktische Monatsübersichten, 12 Monate, 56 Seiten, ausgewählte Foto-Zitate und besondere Fotoübungen. Das Papier besteht zu 100% Recyclingpapier, ausgezeichnet mit blauem Umweltengel. Wir verwenden ungestrichene Papiere, sodass der Kalender gut beschreibbar ist.

Endlich ist es wieder soweit: Mein Monatskalender 2017 ist ab sofort vorbestellbar. In diesem Jahr bin ich schon ein wenig früher dran, im letzten Jahr war es doch ein wenig zu spät. Dafür ist der Kalender für 2017 auch umfangreicher. Statt nur 44 Seiten enthält er 56 Seiten. Zum einen gibt es mehr Zwischenseiten für Notizen und ich habe zusätzlich meinen Artikel „Sinnliche Naturfotografie – Rügen eine Winterreise“ (18 Seiten) mit vielen schönen Ostsee-Fotografien eingefügt. Natürlich sind auch wieder Fotoübungen sowie alle Feiertage und Schulferien enthalten.

Format: Hochformat A5 (148×210 mm), 56 Seiten
Bindungsart: Klammerheftung
Material: Papier, 100 g/qm Recycling Offset weiß
Umschlag: 250 g/qm Recycling Offset weiß
Erhältlich: Ende Mai 2016

Er ist innerhalb Deutschlands versandkostenfrei. International 3,- Eur

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Picasa stirbt zum 1. Mai 2016

Bildbearbeitung Google stampft Picasa ein  - Was sind gute Alternativen zu Picasa

Google ist immer gut für Hiobsbotschaften. War ich schon vor ein paar Jahren sehr unglücklich darüber, das der Google Reader geschlossen wurde. Jetzt darf das Bildbearbeitungsprogramm Picasa zum 1.5.2016 sterben.

Dabei dürfte mich Picasa gar nicht weiter tangieren, da ich ja meine Fotos ausschließlich mit Lightroom verwalte und bearbeite. Beides wichtige Funktionen, die mir in Picasa nie gefallen haben und einen professionellen Workflow nicht ermöglichen. Im Internet dagegen wird vor allem die Schließung der Picasa Cloud beweint, auch ein Punkt, der mich nicht weiter stört, da ich meine RAW-Dateien nicht in einer Cloud speichern würde. Dafür habe ich ein NAS und wenn dann verwende ich für Kundenprojekte eher die Drobpox oder andere Anbieter.

Trotzdem bin ich über die Schließung nicht sehr glücklich. Denn Picasa hat eine Funktion, die ich liebe und sehr oft verwende: Die Collagenfunktion: Sie geht einfach und schnell und ist unglaublich vielfältig. Sicherlich wird nach der Schließung die Desktop-Version ohne die Cloud weiter funktionieren. Aber für die Zukunft, vll. mit einem neuen Betriebssystem wird die Software wahrscheinlich nicht mehr funktionieren. Alternativen gibt es nicht so wirklich, da sie mich nicht überzeugen. Es gibt online Collagen-Programme wie Canva. Die sind zwar ganz nett, aber sehr langsam und unkomfortabel. Im Browser stürzt Canva gerne ab, sodass aus Spaß schnell zum Frust wird.. Zumal Canva neben dem PC ausschließlich eine iPad-App anbietet und Android-User vernachlässigt.

Natürlich gibt es diverse Collagen Apps. Aber es verlangsamt meinen Workflow, wenn ich meine Fotos zwischen dem PC und meinem Smartpone hin und her schieben muss und zum anderen brauche ich die Collagen in einer hohen Druckqualität. Momentan kann das kein Smartphone mit den derzeitigen Speicher- und Rechenressourcen leisten. Wie oft ist mir schon mein LG G3 abgestürzt, wenn ich mit einem hochauflösenden Jpg arbeiten wollte.

Ich werde Picasa auch deswegen vermissen, weil ich es gerne meinen Fotoschülern empfohlen habe, die nur eine einfache unkomplizierte Bildbearbeitungsmöglichkeit brauchen. RAW-Bilder einlesen, Fotos zuschneiden, fürs Web speichern, in s/w umwandeln oder mit einem Filter bearbeiten ist selbstverständlich möglich. Und wer die Fotografie als Hobby betreibt, braucht auch oft nicht mehr.

Jetzt stellt sich die Frage, was all die Nutzer machen, die mit blogger.com bloggen und Picasa als Bildbearbeitungs- und Verwaltungsprogramm damit verknüpft haben. Jahrelang haben blogger.com und Picasa gemeinsam Werbung für diese Verbindung gemacht und jetzt?

Im ersten Schritt habe ich mir als Sicherung die letzte Picasa-Version herunter geladen. Dabei habe ich festgestellt, das man jetzt schon nicht mehr auf den offiziellen Download kommt und auf Google Fotos umgeleitet wird. So habe ich mir die letzte Version bei der Computerbild herunter geladen….

Ja, was sind gute Alternativen? Ich weiß es nicht und auch in den gleichnamigen Foren und Blogs sind die vorgeschlagenen Lösungen für mich und meine Fotoschüler nicht wirklich eine. Aber warten wir mal ab, schließt sich eine Tür, öffnet sich eine neue. Bis dahin werde ich meine Desktop-Version einfach weiter verwenden. Ein Gutes hat es ja, jetzt kommen keine weiteren Updatefunktionen.

Die Mär vom heilsversprechenden Facebookmarketing

Die Mär vom heilsversprechenden Facebookmarketing

Auf meinen letzten Beitrag zum Thema Facebook habe ich natürlich auch emails erhalten, in der mir geschrieben wurde, das ich das doch mit Facebook nicht machen könnte. Das ich nur dort viel Traffic erreichen könnte. Parallel dazu habe ich erst die Tage einen supertollen Artikel darüber gelesen, warum Facebook das Marketingtool schlecht hin ist, warum man damit machen muss, um Erfolgreich als Selbstständige/r zu werden.
Ich musste ein wenig schmunzeln darüber und es juckte mich wirklich in den Fingern zu Fragen: Wie viele Kunden und welcher Umsatz über Facebook tatsächlich erreicht wurde. Nackte Zahlen auf den Tisch! Was Erfolg überhaupt ist und wie man den definiert. Die Autorin des Artikel verkauft „Erfolgreich“ mit zwei neuen Kundenanfragen. Ja, wenn das Erfolgreich ist….

Aber da man ja sowieso keine reale Antwort erhält und lieber das nachplappert, was schon tausend andere zum Thema Social-Media-Marketing geschrieben haben, ist es müßig.
Meine 10-jährige praktische Erfahrung mit Facebook zeigt eine andere Bilanz und ich möchte erklären, warum man geschäftlich nicht alleine auf Facebook setzen sollte bzw. für sich klären muss, wie viel Marketingbudget man für Facebook ausgeben möchte und was man sich von diesen Fans real erwartet. Denn Facebook ist nicht kostenlos, wie viele denken.

Zwölf gute Gründe, warum Facebook kein erfolgversprechendes Marketingtool ist

  1. „Content ist King“ aber wo auf Facebook? Facebook wird inhaltlich nicht von den Suchmaschinen indiziert und Inhalte können nicht wiedergefunden werden.
  2. Die interne Facebook-Suche sucht nicht nach Inhalten, sodass Inhalte auch nicht gefunden werden.
  3. Facebook begrenzt seine Reichweite, sodass Posts nur von ganz wenigen Followern gelesen werden können.
  4. Facebook-Pages sind nicht mehr von außen ohne Login einsehbar, sodass interessierte Kunden gezwungen werden sich einen Account anzuschaffen.
  5. Inhalte sind nach wenigen Stunden aus der Timeline verschwunden und werden so von den Lesern nicht mehr wahrgenommen.
  6. Die Reichweite von Hashtags ist sehr eingeschränkt. Klickt man einen Hashtag an, werden nur 10 oder weniger Inhalte eingeblendet. Ältere Artikel sind verschwunden.
  7. Leser mögen keine Werbung und Werbeposts werden ganz selten geliked oder geteilt.
  8. User sind privat auf Facebook und haben verständlicherweise wenig Interesse daran, andere beruflich zu unterstützen oder etwas zu kaufen. Gutscheine und Rabatte werden gerne genommen, aber ein Produkt kaufen?
  9. Inhalte mit einem Link ins Internet werden in ihrer Reichweite so sehr beschnitten, dass Leser diese nicht sehen können (Eigene Test haben dies belegt)
  10. Die Inhalte der Timeline werden nicht mehr nach Veröffentlichungsdatum angezeigt, sondern wie wichtig/relevant Facebook sie empfindet.
  11. Facebook fordert nach jedem Post auf, Werbung zu schalten, wenn man möchte, das der Artikel von allen Followern gelesen werden soll.
  12. Als Seitenbetreiber sehe ich nicht mehr in seiner Vollständigkeit, wer meine Seite liked und Posts teilt. Ich sehe nur die Anzahl, aber nicht wer, sodass ich mich bei einem geteilten Post auch nicht bedanken kann.

Faktor Content

Es gibt sicherlich noch mehr Gründe, warum Facebook kein besonders gutes Marketingtool ist. Aber für mich war das Stichwort „Content“ ein ganz wichtiger Grund, Facebook nicht weiter zu betreiben. Mein Content geht nach wenigen Stunden bei Facebook unwiderruflich verloren. Er wird von den Suchmaschinen nicht indiziert. Jede Zeit und jeder Inhalt, den ich in Facebook investiere, unterliegt einer minütlichen Halbwertzeit. Durch die Reichweitenbeschränkung wird mein Inhalt vielen Lesern nicht angezeigt.
Zudem kommt die veränderte Wahrnehmung. Auf einer Webseite ist ein Artikel auch noch nach Monaten oder Jahren relevant, wenn ich mich als Leser für den Inhalt interessiere. Auf Facebook gilt ein Artikel von gestern in meiner Timeline schon nicht mehr als wichtig. Es gibt sich kaum jemand die Mühe, die Timeline zu scrollen – da sich noch weniger Menschen überhaupt die Mühe machen, die Facebook-Fanpage direkt zu besuchen. Es wird nur aus der eigenen Timeline heraus agiert und alles was ich dort aufgrund des Filtermechanismus von Facebook nicht sehe, kann auch nicht kommentiert oder geteilt werden.
Daher ist ein gut geführter Blog bzw. eine Webseite mit aktuellen Inhalten die bessere Marketingstrategie. Alle Inhalte stehen Jahre zur Verfügung, sie werden von den Suchmaschinen indiziert und auf der Webseite kann man selber suchen und filtern. Ich kann konkret auf eine verbesserte Suchmaschinenoptimierung Einfluss nehmen. Alle Inhalte sind Barrierefrei zugänglich und ich muss mich nicht – insofern der Webseitenbetreiber keinen Schutz eingebaut hat, anmelden. Ich bin nicht mehr abhängig von Uhrzeiten, wann auf Facebook besonders viel los ist, um mehr Leser zu erreichen.

Faktor Zeit

Ein ganz wichtiger Aspekt, den viele Vergessen, ist der Faktor Zeit. Ich habe mit Menschen gesprochen, die tausende von Followern haben. Ich fragte mich natürlich wie sie das geschafft haben. Das Geheimnis ist Zeit, viel Zeit. Bekannte Facebookstars verbringen täglich mindestens 8 Stunden und mehr in Facebook und anderen Social-Media-Plattformen. Diese Zeit war ich nicht gewillt zu investieren. Ich möchte lieber Zeit in meine Fotografie und Weiterbildungen als auch in meine Familie investieren und nicht die ganze Zeit und überall abhängig vor meinem Smartphone und Tablet sitzen.

Ein weiterer Zeitkiller ist, das Facebook ständig seine Funktionen verändert. Was heute noch ging, ist morgen auf einmal verschwunden und dafür gibt es eine neue Funktion, die aber kein User versteht. So habe ich mich unlängst als Facebookseitenbetreiberin sehr unter Druck gefühlt, als der Button „Very responsive Badge“, auf deutsch „Hohe Reaktionszeit bei Nachrichten“ eingeführt wurde. Dieser Button wird als Belohnung angezeigt, wenn der Administrator einer Seite bei über 90% der Kommentare innerhalb von 5 Minuten antwortet. Dieser Button kam und ging bei mir, je nachdem wie viel Zeit ich hatte, zu antworten. Aber was hat es mir für einen Nutzen für mein Business gebracht? Nichts. Die Anfragen die ich bekam, hatten meistens nichts mit einem Auftrag zu tun und waren eher privater natur. Geschäftliche Anfragen hätte ich per E-Mail oder Telefon auch viel schneller und persönlicher beantworten können.

Faktor Nachhaltigkeit

Oft wird Facebook als DIE Kommunikationsplattform mit seinen Kunden gepriesen. Doch die Frage ist, worüber möchten sich Kunden dort mit mir austauschen? Was kann ich auf Facebook anders und besser, als auf meiner Webseite? Ich hatte für mich festgestellt, dass ich dort nichts anders oder besser kann. Denn was ist Facebook überhaupt? Eine Plattform auf der viele Zerstreuung und Unterhaltung suchen. Nicht umsonst boomen Katzenvideos und Esotheriksprüche. Informationen werden dort weniger gesucht. Wie kann ich als Selbstständiger dort für Unterhaltung sorgen? Wie kann ich Spaß und Freude auf leichte Kost vermitteln? Ist ein verrücktes Video über mich für meine Arbeit zielführend? Vielleicht ist es amüsant und wird von vielen angeklickt, aber verkaufe ich mich deswegen besser? Wie nachhaltig ist ein Gewinnspiel, eine Verlosung? Gewinnspiele sind oft an Bedingen geknüpft: „Like und teile diesen Post, kommentiere… erst dann wanderst du in den Lostopf“. Nach der Gewinnermittlung entfolgen die meisten User der Seite wieder und löschen den geteilten Post. Der User, der den Preis gewonnen hat, bedankt sich meistens nicht einmal öffentlich für den Gewinn oder schreibt über das Produkt. Was habe ich mit der Marketingaktion erreicht, außer das sie viel Geld und Zeit gekostet hat und der Lohn, nämlich eine gute Empfehlung, ausgeblieben ist? Gewinnspiele sind nicht nachhaltig, was aber für viele Selbstständige wichtig ist.

Faktor Kunde

Drehe ich meinen Blickwinkel und schaue ich als Kundin auf Facebook, habe ich einen anderen Aspekt im Kopf. Es gab schon mal ein, zwei Momente, in denen ich mich über ein Produkt/Dienstleistung großer Firmen geärgert habe. Über die Hotline konnte ich mein Problem nicht klären und auf E-Mails habe ich keine Antwort erhalten. So habe ich als Kundin mein Problem auf der Firmen-Facebookpage direkt gepostet. In allen Anliegen die ich bisher hatte, habe ich daraufhin eine zufriedenstellende Reaktion und Lösung erfahren. Aber nur, weil ich das Problem dort öffentlich und für alle einsehbar gepostet habe. Es ist an sich ein Armutszeugnis für alle Firmen, die erst eine Facebookpage brauchen, um einen Kunden glücklich zu machen.

Ändern wir den Blickwinkel auf unser eigenes Verhalten. Wir sind ja nicht nur Selbstständig und möchten unsere Produkte besser verkaufen, wir sind auch privat auf Facebook unterwegs. Wie verhalten wir uns privat dort? Wie viele Produkte und Dienstleistungen kommentieren und teilen wir? Wenn ich mein Verhalten analysiere, gehöre ich auch nicht zu den Menschen, die bei Facebook posten, wenn ich ein Produkt toll finde. Ich like auch keine bezahlte Werbung.
Letztens hatte ich eine Freundin zu Besuch. Wir haben beide Hunde. Ich erzählte von einer neuen Form der Floh- und Zeckenbekämpfung bei meinem Hund. Wir hatten ähnlich schlechte Erfahrung mit anderen Anti-Zecken-Produkten. Ich erklärte ihr, was ich gefunden habe und das es nach einem Jahr wirklich gut funktioniert. Hätte ich diese Erfahrung bei Facebook gepostet? Eher weniger, warum auch? Ein Großteil meiner Freunde auf Facebook hat keinen Hund. Ich würde stattdessen das Produkt, sofern ich es bei einem Händler wie Amazon gekauft habe, eher dort bewerten, weil ich weiß, dass andere Produktbewertungen mir schon oft geholfen haben. Wieder ein Argument, was ich entkräften kann. Viele Marketing-Spezialisten beziehen sich auf das Empfehlungsmarketing bei Facebook. Die User, die das betreiben bekommen das Produkt entweder geschenkt oder werden dafür bezahlt. Aber welcher Nutzer postet von sich aus regelmäßig, wenn er etwas besonders gut findet? Das wird eher mit Freunden bei einem gemeinsamen Treffen diskutiert. Und wie glaubwürdig ist bezahltes Empfehlungsmarketing?

Warum schreibe ich diesen Artikel?

Mir ist es wichtig, dass man einmal selber darüber nachdenkt, was man wirklich braucht – für sich persönlich und seinen geschäftlichen Bereich. Und wie man sich selber verhält und seine Erwartungen an andere überprüft.

Es gibt unglaublich viele Menschen, die damit ihr Geld verdienen, zu behaupten, man müsse das heutzutage alles mitmachen. Nein, das muss man nicht. Im Gegenteil, oft ist die Zeit, Energie und Kreativität an anderen Orten viel besser aufgehoben und wirken sich erfüllend aus.
Ich würde mir wünschen, wenn es differenziertere Artikel zum Thema „In 7 Schritten erfolgreich als Selbstständiger mit Social-Media“ geben würde. Artikel, die nicht einfach nachplappern sondern ganz individuell auf das Thema eingehen. Ich sage nicht, das Facebook für alle nichts taugt aber auch nicht, das es Heilsbringend für alle ist.

Glaube nicht alles, was sogenannte Social-Media-Experten von sich geben, überprüfe und bilde dir eine eigene Meinung! Und noch wichtiger, mache es selber, probiere dich aus und überprüfe von Zeit zu Zeit deine Einstellungen. Lerne und bilde dich weiter! Gib nicht alles in so genannte Expertenhände. Nur so kannst du wirklich erfahren, was gut für dich und dein Geschäft ist. Alles andere sind Märchen!